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Mit den authentischen "EZ-Mamas" und Informationen zu den besten Angeboten rund um die Familie in der Region will die Emder Zeitung erster Ansprechpartner für Familien werden.

"Uns Muuske": Emder Zeitung startet Baby- und Familienportal

Das Verlagshaus im hohen Norden möchte mit spezialisierten digitalen Kompetenzportalen zur ersten Anlaufstelle für bestimmte Zielgruppen werden.

Uns Muuske“, also „Unser Mäuschen“ – so heißt das neue Baby- und Familienportal der Emder Zeitung. Mit dem plattdeutschen, in der Region verbreiteten Kosewort für kleine Kinder zeigt sich auch gleich die Zielsetzung des neuen Portals: zum führenden Angebot in der eigenen Region für Themen rund um die Familie zu werden. Dass Digitalkunden andere Bedürfnisse und Lesevorlieben haben als Zeitungskunden, hat auch im Verlagshaus in Emden für ein Umdenken gesorgt.

Inspiriert von gut gemachten, digitalen Angeboten – bis hin zu erfolgreichen Blogs

Als Inspiration für das neue Portal dienten dabei nicht ähnliche Projekte anderer Zeitungen. „Wir haben uns eher gut besuchte und geschätzte Angebote im Internet angeschaut, und zwar bis hin zu gut gemachten Blogs von Privatleuten“, sagt Paula Marwedel aus der Marketingabteilung der kleinsten Vollzeitung Deutschlands. „Die Grundidee ist, dass unsere Leser als erstes auf unser Portal schauen, wenn sie regionale und allgemeine Informationen, Rat oder schöne Geschichten rund um das Thema Familie und Kinder suchen.“ Angestoßen wurde das Ganze durch eine Anfrage des Klinikums in Emden: Dieses kooperiert mit professionellen Fotografen, sodass es von jedem Neugeborenen Fotos gibt: „Die sind sowieso da – das Klinikum regte an, dass wir damit ja auch etwas Schönes machen könnten. Also haben wir die Idee für das Baby- und Familienportal entwickelt“, sagt Marwedel.

Redaktion und Marketing arbeiten eng zusammen – Authentizität im Fokus

Dabei setzt die Mannschaft in Emden auf die Zusammenarbeit zwischen Marketing und der Redaktion. Eine freie Mitarbeiterin wird künftig dazu eingesetzt, interessante, informative oder einfach schöne, regionale Geschichten zum Thema Familie und Kind aufzubereiten. In einer Art integrierten Blog werden zudem drei Mitarbeiterinnen des Verlags als „EZ-Mamas“ Artikel beisteuern, in denen sie Bücher zum Thema rezensieren, ihre Erfahrungen beispielsweise mit Kursen der Familienbildungsstätte schildern, Baby- und Kinderartikel testen, Tipps zu guten Angeboten für Familien in der Region teilen oder einfach nur über ihre Erfahrungen als Eltern berichten. „Wir zielen natürlich darauf ab, durch diese authentischen und wirklich nützlichen Inhalte die Zielgruppe zu binden und auf uns aufmerksam zu machen“, sagt Marwedel. Die Geburtsanzeigen, die bei der Emder Zeitung oder im Krankenhaus für die gedruckte Zeitung und das digitale Angebot aufgegeben werden, laufen übrigens automatisch in das Portal ein.

Experiment zu Kompetenzportalen für spezielle Zielgruppen

Technisch wird das Baby- und Familienportal zunächst noch als eigene Subdomain realisiert, soll aber nach einem geplanten Relaunch der Internetseiten integraler Bestandteil von www.emderzeitung.de werden. In Sachen Content werden die Workflows tief in die redaktionellen Prozesse des Verlagshauses integriert.

Zentralisierte Contentproduktion von Vorteil für alle Kanäle

„Durch die gemeinsame Contentverwaltung im Publishing Organizer von red.web können wir mit wenigen Klicks sowohl Inhalte aus der Zeitung in das Baby- und Familienportal einsteuern als auch Inhalte aus dem Portal in die Zeitung und Wochenblätter bringen“, beschreibt Chefredakteur Stefan Bergmann die Vorteile. Denn ausgehend von dem digitalen Angebot sollen auch regelmäßig Sonderseiten für Print erstellt werden.

„Wenn es gut läuft, dann ist eine tiefere Kooperation mit dem zweiten großen Krankenhaus der Region in Aurich oder in Sachen Beratung mit regionalen Beratungsstellen im Bereich Familie oder Profamilia möglich“, sagt Marwedel. „Außerdem haben wir noch viele weitere Ideen: Zum Beispiel wollen wir künftig eine Art Namenscounter aus dem gebündelten Content zum Thema generieren, sodass wir automatisiert die derzeit beliebtesten Kindernamen der Region anzeigen können und so weiter.“

Das neue Baby- und Familienportal könnte so der Anfang einer Reihe spezialisierter digitaler Kompetenzportale sein, meint auch Günther Janßen, IT-Leiter bei der Emder Zeitung: „Es gibt ja bereits ähnliche Ansätze bei den Themen Jobs und Trauer. Wir probieren das im Bereich Baby und Familie jetzt einfach mal aus, auch um zu sehen, ob sich die Herangehensweise auch auf andere Zielgruppen in der Region übertragen lässt.“

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