Er sitzt im Zentrum des "Online to Print"-Newsroom beim Nordbayerischen Kurier: Multimedia-Redakteur Tobias Köpplinger, der nach Aussage von Chefredakteur Joachim Braun für  "die digitalen Werkzeugkästen steht und der wichtigste Ansprechpartner für die Redakteure ist, weil er das Internet am besten versteht." Wir haben ihn nach seinen derzeit liebsten Werkzeugen im Digitalen gefragt.

red.web-Kunden empfehlen: Praktische Helferlein fürs Digitale. Teil 2

Teil 2 unserer Serie "red.web-Kunden empfehlen: Praktische Helferlein fürs Digitale", diesmal mit Tobias Köpplinger vom Nordbayerischen Kurier in Bayreuth.

Koblenz/Bayreuth. Der Nordbayerische Kurier machte Anfang 2015 Schlagzeilen mit seiner konsequenten Entscheidung, das gedruckte Produkt fortan "Online to Print" zu produzieren. Das zog auch Veränderungen im Newsroom nach sich: Im Zentrum sitzt nun ein Team, das zuvorderst die Onlineaktivitäten koordiniert - die klassische Blattmacherrolle wurde marginalisiert. Im Zentrum des ganzen arbeitet Multimedia-Redakteur Tobias Köpplinger, der nach Aussage von Chefredakteur Joachim Braun für "die digitalen Werkzeugkästen steht und der wichtigste Ansprechpartner für die Redakteure ist, weil er das Internet am besten versteht." Wir haben Tobias Köpplinger gefragt: Mit welchen Tools arbeitet das NK-Team derzeit am liebsten? Mit welchen Hilfsmitteln lässt sich eine digitale Geschichte schnell und meist auch günstig aufwerten? Hier kommen die Top 3 der NK-Redaktion:

1) Thinglink: Bilder mit Mehrwert erschaffen

Thinglink ist eine interaktive Plattform, die es den Nutzern erlaubt, Multimedia-Content auf einem Bild zu verankern. Thinglink zeichnet sich besonders durch seine leichte und intuitive Bedienung aus. So erstellter Content lässt sich wiederum via Embed-Code über den Publishing Organizer von red.web in die eigene Webseite einbetten. Der Nordbayerische Kurier hat mit diesem Tool die Schäden eines verheerenden Bombenangriffs auf ein Luftbild gebaut oder einen Aktenschrank mit O-Tönen, Texten, Bildern und Videos aus dem Untersuchungsbericht zum Fall Mollath angereichert.

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools6_Screenshot 2015-10-12 10.17.15.png

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools10_Aktenschrank.jpg

 

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools_Tobias Koepplinger.jpgDas sagt Tobias Köpplinger:

„Einfaches Werkzeug, um interaktive Bilder zu erstellen. Einfach Bild hochladen und Videos Bilder, Texte, Töne von Youtube oder Soundcloud als Buttons darauf bauen. Wirklich kinderleicht, kann jeder.“

 

 

 

 

2) Storymap.js: Bilder, Videos und Texte auf Landkarten basteln

Storymap ist ein Kartentool, um Bilder, Videos oder Texte auf Landkarten zu basteln. Es eignet sich für Geschichten, bei denen der Ort eine wichtige Rolle spielt. Der Nordbayerische Kurier erzählt mit Storymap zum Beispiel eine Wanderserie. Links steht die Karte der Route, rechts Fotos oder Videos, die zeigen, wie es an den Orten aussieht.

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools7_Screenshot 2015-10-12 10.23.36.png

 

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools_Tobias Koepplinger.jpg

Das sagt Tobias Köpplinger:

„Storymap wurde vom Knightlab an der Northwestern University in Chicago entwickelt. Dort vorbeizuschauen lohnt sich immer. Ein weiteres spannendes Storytelling-Tool von dort ist zum Beispiel Juxtapose.js, mit dem schöne Vorher-Nachher-Slider-Bilder erstellt werden können - ohne eine Zeile Code.“

 

 

 

3) Die Toolcombo: Sony a7 II + SonyPlayMemories + Snapseed

Als letzten Tipp aus Bayreuth gibt es eine Gewinner-Kombination aus Hard- und Software. Die Redaktion empfiehlt dabei eine Kamera in Kombination mit dem dazugehörigen Cloudservice, der Bilder von der Kamera schnell auf das Smartphone überträgt. Die App Snapseed gibt es im App-Store und im Google Play Store gratis. Belichtungskorrekturen, Filter und Feineinstellungen lassen sich ganz leicht auf dem Smartphone vornehmen, bevor das Bild über das E-Mail-Management des Publishing Organizer von red.web in den Redaktionsprozess eingeht.

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools1.png

tl_files/red.web/Anwenderstorys/pluszeichen-in-einem-kreisformigen-grundriss_318-34469.jpg

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools2.png

tl_files/red.web/Anwenderstorys/pluszeichen-in-einem-kreisformigen-grundriss_318-34469.jpg

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools3.png

 

tl_files/red.web/Anwenderstorys/Coole Tools_Tobias Koepplinger.jpg

Das sagt Tobias Köpplinger:

“Meine persönliche Lieblingskombination, wenn es schnell gehen muss, ein iPhone aber nicht mehr reicht. Zum Beispiel bei schlechtem Licht oder Bewegung. Die Kamera Sony a7 II ist handlich, nimmt mit Adaptern fast alle Wechselobjektive von anderen Anbietern auf, fotografiert im Vollformat und die Bilder lassen sich mit der PlayMemories-App auf das Smartphone übertragen. Die App ist außerdem auch Fernauslöser und Zeitraffertool. Sind die Bilder auf dem iPhone, bearbeite ich sie kurz mit Snapseed. Bilder von Nachtterminen (Unfälle, Demos,etc) kommen so fast in Echtzeit in der Redaktion an. Einziger Haken: Die Kamera ist nicht ganz billig, kostet als Kit mit einem 28-70 Objektiv etwa 1800 Euro.“

 

 

Teil 1 unserer Serie mit Marcus Schwarze von der Rhein-Zeitung finden Sie übrigens hier.

Unser Werkzeug-Vorschaubild auf der Startseite stammt von: Borea, Giovanni  / pixelio.de. Herzlichen Dank!

 

Zurück